Der Weihnachtshof öffnet wieder seine Pforten


30. November 2019 bis 12. Januar 2020

 

Einmalige kulturhistorische Sonderausstellung:

 

Die 300 schönsten Krippen aus aller Welt - Sammlung von Professor Hans-Jürgen Rau

 

 

Zum zehnten Mal öffnet 2019 der als Weihnachtshof landesweit bekannte, 360 Jahre alte Fürstenberger Hof in Zell-Unterharmersbach zur Weihnachtszeit wieder seine Pforten.

 

Unsere Krippenausstellungen sind in ganz Deutschland, Schweiz und Österreich berühmt und ziehen in der Weihnachtszeit über 20.000 Besucher an.

 

Auch in diesem Jahr laden die Stadt Zell am Harmersbach und der Förderverein Heimatmuseum Fürstenberger Hof e.V. nach den glanzvollen Weihnachtsausstellungen der letzten Jahre wieder zu einem einzigartigen Weihnachts-Highlight ein.

 

 

In einer bundesweit einmaligen Sonderausstellung vom Samstag, 30. November 2019 bis Sonntag, 12. Januar 2020, wird im Weihnachtshof auf 800 qm Ausstellungsfläche die einzigartige Sammlung „Krippen aus aller Welt“ des berühmten und internationalen Frankfurter Volkskundler und Grafik-Professor Herrn Hans-Jürgen Rau gezeigt.

 

Hans-Jürgen Rau war einer der weltgrößten Privatsammler und hat in 50 Jahren über 3000 Krippen aus 90 Ländern gesammelt. Alle Krippen hat er persönlich vor Ort erworben, der Wert dieser Krippen ist unschätzbar.

In der Weihnachtausstellung im Fürstenberger Hof werden erstmals für die Öffentlichkeit die schönsten und wertvollsten Sammlungsstücke gezeigt. Die „300 Krippen und Krippendarstellungen aus 90 Ländern der Erde“ wurden liebevoll von Deutschland über Österreich, Italien, Spanien, Polen, Russland, Korea, China, Australien, Afrika und Südamerika gesammelt.

 

Den Krippenbazillus hat sich Herr Professor Rau einst in Tansania eingefangen, als er dort als Fotograf beruflich tätig war.

Die Exponate der berühmten Sammlung zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie sich die frohe Botschaft der Geburt Christi bei Ihrer Wanderung um die Welt, bei den verschiedenen Völkern und in den einzelnen Regionen in ihrer äußeren Gestalt, sowie in der Gestalt der Krippe dem jeweiligen Kulturkreis anpasst.

 

Von exklusiven Künstlerkrippen über naive regionale Volkskunst, bis hin zu wertvollen Unikaten reicht die vielfältige Ausstellung. Ob aus Ebenholz, Speckstein, Pappmache, Stein, ziseliertes Zinn oder Maisstroh, immer stehen Josef, Maria und das Jesuskind im Mittelpunkt.

 

Die heilige Familie ist entweder als Nomaden eines Wüstenstammes dargestellt, oder sie lebt wie die Indios im Amazonasgebiet auf Booten. Auch die heiligen drei Könige passen sich den örtlichen Gepflogenheiten an, in Peru tragen sie Wollmützen wie die Bauern. Ganz besondere wertvolle Ausstellungsstücke sind die Krippen aus Mittel-und Südamerika, hier besuchte Herr Professor Hans-Jürgen Rau die besten Krippenbauer des Kontinents.

 

 

 

Einmalig, wunderschön und fast zwei Meter hoch ist der Krippenschrein „Traum des Jesuskindes“ des berühmten südamerikanischen Krippenbauers Hilario Mendívil, bei dem über 100 Figuren die Lebensfreude der Südamerikaner widerspiegeln. Auf andere Weise tief beeindruckend ist die Tonkrippe aus Peru, bei der Jesus auf einem Indio-Boot zur Welt kommt. Aus Mexiko kommt der Krippenrosenkranz, bei der die Geschichte von der Geburt Jesu in Bildern erzählt wird. Aus Afrika stammen viele Krippen-Darstellungen aus Ebenholz und Metall.

 

Oft sind sie mit einfachen Glasscherben in das harte Material eingeritzt worden. Ein ganzer Kral ist im Kleinformat aufgebaut und dahin ist Jesus geboren, umgeben von seiner Familie und den Menschen, die dort leben. Er ist einer der Ihren geworden, auch im Aussehen. Das Leben in Afrika spiegeln diese einzigartigen Krippen berührend wider.

 

Hier kommt Jesus nicht in Bethlehem, sondern im einheimischen afrikanischen Volk zur Welt. Auch Europa ist in unserer Ausstellung vertreten. Zu den fröhlichen Krippen aus Südamerika bilden die ernsten Gesichter der Menschen in den Krippen aus Osteuropa einen erschütternden Kontrast.

 

Darin spiegelt sich das Leid eines Volkes in den Kriegen wider. Bezeichnend ist aus Polen die Darstellung der Heiligen Familie auf der Flucht, im Hintergrund sind Soldaten mit Maschinengewehren zu sehen.

 

Dagegen gleicht die Krippe aus Litauen einer festen Burg, die allem Bösen widersteht. Die Dimensionen der Krippe überraschen. So ist ein Krippenring aus Mexiko fast 1,30 Meter hoch, ein afrikanischer Ebenholzstamm mit Krippenszenen dürfte mit 1,80 Meter das größte Ausstellungsstück sein.

 

 

 

Einen besonderen Dank gilt seiner Witwe Frau Renate Rau, sowie Ihrer Tochter Frau Ina-Isabell Rau-Ohlemüller, die diese wertvollen Exponate für unsere Krippenausstellung zur Verfügung stellen.

Eintrittspreise:

 

Erwachsene  5,00 €

Kinder bis 13 Jahre frei

Gruppen ab 10 Personen 4,00 € (pro Person)

 

Führungen bis zu 25 Personen      20,00 €

Führungen mit 25 - 45 Personen  40,00 €

Führungen ab 45 Personen             60,00 €

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Flyer Krippenausstellung - Deutsch
Flyer - Krippenausstellung Heimatmuseum
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Flyer Krippenausstellung - Französisch
Fübe-Hof-Krippenausstellung_2019-Flyer-
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Ein einmaliges Kunstwerk von internationalem Rang:

 

Die 40 m² große Krippenlandschaft "La Grande Créche de Madrid"

Eine ganz besondere Perle der Krippenausstellung sind die auf der Tenne des Fürstenberger Hofes die aufgebauten Szenen der La Grande Créche de Madrid.

 

1986 wurde der spanischen Szenist und Landschaftsgestalter  Fernando Cruz-Avalos und der berühmte Modelleur Jose Luis Mayo Lebrija von der Stadt Paris beauftragt, eine klassische Krippe zu entwerfen und zu bauen, die die historischen Elemente und Orte der hebräischen Landschaft und des Lebens Jesus zeigt.  Das Ergebnis ist eine phänomenale Krippe von 16 Meter Länge und 5 Meter Tiefe mit 242 Terrakotta-Figuren. Die größte Figur ist der Erzengel Gabriel, er schwebt mit 87 cm Länge und einem Gewicht von 34,5 Kilo über der Krippe.

 

Jose Luis Mayo Lebrija wurde in aller Welt bekannt, als er bei der La Grande Créche de Madrid als erster Künstler weltweit die Jungfrau Maria im Krippenstall nicht stehend, sitzend oder knieend, sondern liegend modellierte. Das war bisher in der katholischen Kirche ein Tabu. Die Krippe wurde 1987 und 1888 in der Weihnachtszeit vor dem Rathaus in Paris ausgestellt. Innerhalb eines Monats kamen mehr als 125.000 Besucher, die in langen Menschenschlangen die La Grande Créche de Madrid bewunderten.